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Presse     >     Pressemeldungen     >     30. Mai 2008

Vertrauen in die Wirtschaft auf Rekord-Tief

• Vertrauen der Konsumenten in die Wirtschaft weltweit stark gesunken
• USA mit stärkstem Rückgang, aber auch in West-Europa sank das Vertrauen beträchtlich
• Global glauben 56 %, ihr Land stecke in einer Rezession, in Deutschland
sind es 47 %
• Jobchancen und persönliche Finanzlage werden eher schlecht eingeschätzt

Frankfurt am Main
30. Mai 2008

Finanzkrisen und globaler Preisanstieg hinterlassen deutliche Spuren: Erstmals seit Durchführung der Studie „Nielsen Global Online Consumer Confidence“ ist der weltweite Indexwert für das Vertrauen der Verbraucher in die Wirtschaft um sechs Punkte gesunken. Das ergab die aktuelle Welle der Studie, bei der Nielsen mehr als 26.000 Internet-User aus 51 Ländern befragt hat.

Das Vertrauen der Konsumenten in die Wirtschaft befindet sich weiter im Sinkflug. Ist der Wert von Mai bis November 2007 bereits um drei Punkte gesunken, so hat sich der Index von November 2007 bis Mai 2008 um nochmals sechs Punkte verschlechtert. In Deutschland hat sich der Wert im letzten Jahr nicht verändert. Das liegt vor allem daran, dass das Vertrauen der Deutschen in die Wirtschaft schon seit längerem auf sehr niedrigem Niveau steht. Mit 78 Punkten liegt er deutlich unter dem weltweiten und etwas unter dem europäischen Schnitt (siehe Abb. 1).

Starke regionale Unterschiede
Regional betrachtet fiel das Konsumentenvertrauen in den USA mit einem Minus von 16 Punkten erwartungsgemäß sehr stark, während in Europa der Wert um 6 Punkte auf 83 zurückging. Mit 3 bzw. 2 Punkten fielen die Rückgänge für Asien und die neuen Märkte sowie Lateinamerika deutlich geringer aus (siehe Abb. 2.

Der negative Trend der letzten sechs Monate war in 39 der insgesamt 51 untersuchten Länder spürbar, am stärksten jedoch in Neuseeland (Minus 18), den USA und Litauen (jeweils Minus 17). Insgesamt war der Rückgang in 15 Ländern im zweistelligen Bereich. “Selbst wenn das Land sich offiziell nicht in einer Rezession befindet gibt es einen deutlichen Schneeballeffekt rund um die Finanzkrise in den USA sowie um die Preissteigerungen. Die Konsumenten nehmen internationale Krisen aufgrund der starken globalen Verflechtung als Krise auch im eigenen Land wahr“, erläutert Michaela Hockenberger, Director Marketing & Communications, die internationalen Ergebnisse näher.

In Westeuropa fiel der Indexwert am stärksten in Spanien (Minus 16), wo auch die lokale Immobilienkrise ihren Einfluss hatte, sowie in Großbritannien (Minus 15) - (siehe Abb. 3).

Konsumenten befürchten globale Rezession
Weltweit denkt mehr als die Hälfte der Konsumenten, ihr Land befinde sich in einer Rezession. In Deutschland glauben 47 %, dass die Wirtschaft zumindest nicht wächst (siehe Abb. 4). In Italien und Ungarn, aber auch in Spanien, Portugal und in Frankreich ist die Einschätzung deutlich pessimistischer, in diesen Ländern glauben 80 % und mehr der Befragten an eine lokale Rezession. Die nordischen Länder und die Schweiz hingegen sind deutlich optimistischer als die Deutschen. „Die internationalen Berichte über die US-Immobilienkrise und die Preiserhöhungen heizen die Rezessionsängste unabhängig von der Wirtschaftslage des eigenen Landes an, dennoch sind die Ängste lokal äußerst unterschiedlich“, analysiert Michaela Hockenberger die divergierenden Ergebnisse.

Eher schlechte Job-Aussichten
Neben dem geringen Vertrauen in die Wirtschaft schätzen die Deutschen auch ihre persönlichen Aussichten eher negativ ein: Mehr als die Hälfte (57 %) glaubt, dass sich ihre Job-Chancen in den nächsten zwölf Monaten nicht so gut bis schlecht entwickeln werden. Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland damit über dem Schnitt: Global glauben 54 % an eine negative Entwicklung. In Europa befindet sich Deutschland im hinteren Mittelfeld. Die am meisten optimistischen Europäer sind die Norweger (94 % positiv), gefolgt von den Dänen
(84 %) und Schweizern (70 %). Die größten Pessimisten in Europa sind die Portugiesen (93 % denken, sie haben schlechte oder nicht so gute Job-Chancen) und die Ungarn (85 % mit negativen Job-Chancen) (siehe Abb. 5).

Finanzielle Lage nicht besser
Auch bei der persönlichen finanziellen Lage überwiegt die negative Einschätzung. 56 % der Deutschen glauben ihre persönlichen Finanzen in den nächsten zwölf Monaten werden sich nicht positiv entwickeln. 43 % gehen davon aus, dass sich die persönlichen Finanzen in den nächsten Monaten etwas besser gestalten (siehe Abb. 6). Dazu Michaela Hockenberger: „Einen wesentlichen Einfluss auf diese Einschätzung haben die für die Konsumenten unmittelbar spürbaren Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln sowie Energie.“ International hat sich die Einschätzung der persönlichen finanziellen Lage weniger stark verändert. Im Herbst 2007 haben 56 % der Konsumenten weltweit ihre finanzielle Lage als gut eingeschätzt, aktuell sind es 52 %. Auch bei der finanziellen Lage zählen die Skandinavier zu den europäischen Optimisten. Hier führen die Dänen (79 %) vor den Norwegern (75 %) und den Holländern (69%). Das negative Ranking in Europa führen auch hier die Portugiesen (76 % schätzen ihre persönlichen Finanzen schlecht ein) und die Ungarn (71 % negativ) - (siehe Abb. 6). Die weltweit größten Pessimisten sind die Japaner mit 87 % negativen Einschätzungen.

Schlechte Zeiten für persönliche Anschaffungen
Passend zur schlechteren Einschätzung der finanziellen Lage denken 72 % der Deutschen, die nächsten zwölf Monate seien keine so gute Zeit, sich Dinge zu kaufen, die man haben möchte oder braucht. Damit sind die Deutschen im internationalen Vergleich eher pessimistisch eingestellt. Global liegt der Wert der negativen Einschätzung bei 67 %, in Europa bei 71 %. Weltweit zählen auch in diesem Bereich die Norweger (59 % denken, die nächsten zwölf Monate seien eine gute Zeit, sich Dinge zu kaufen, die man haben möchte oder braucht) vor den Dänen (55 % positiv) und den Polen (49 %) zu den Optimisten (siehe Abb. 7).

Die Studie
Die Nielsen Online Consumer Confidence and Opinion Studie ist die größte halbjährliche Erhebung dieser Art. Sie erfasst das Vertrauen der Konsumenten in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ihr Ausgabeverhalten und beabsichtigte Anschaffungen sowie die größten Ängste und Sorgen. Im Rahmen der aktuellen Studie wurden im April und Mai 2008 über 26.000 Internet-User aus den folgenden 51 Ländern befragt: Argentinien, Australien, Ägypten, Belgien, Brasilien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Irland, Italien, Israel, Japan, Kanada, Kolumbien, Korea, Lettland, Litauen, Malaysia, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Pakistan, Philippinen, Polen, Portugal, Russland, Singapur, Südafrika, Spanien, Schweden, Schweiz, Taiwan, Thailand, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, USA, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate und Vietnam.

Die Abbildung können Sie hier als PowerPoint-Datei herunterladen.

Abbildung 1:



Abbildung 2:


Abbildung 3:


Abbildung 4:


Abbildung 5:


Abbildung 6:


Abbildung 7:



Über ACNielsen

ACNielsen, ein Unternehmen von The Nielsen Company, ist das weltweit führende Marketing-Informationsunternehmen. In über 100 Ländern erfasst und analysiert ACNielsen Marktentwicklungen, Verbrauchereinstellungen und Verbraucherverhalten. Kunden bauen auf die Marktbeobachtung, die Analyse-Instrumente und die professionelle Beratung von ACNielsen wenn es um die Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten, die Maximierung der Effizienz ihrer Marketing- und Verkaufskampagnen oder um Wettbewerbsanalyse geht. Zu den Hauptkunden von ACNielsen zählen weltweit Handelsunternehmen, Markenartikel-hersteller und das Dienstleistungsgewerbe. Unternehmensinhaber, Geschäftsführer, Marketing-Manager, Marktforscher und Analysten, Produktentwickler, Produktmanager, Vertriebsleiter, Experten für Handels¬beziehungen sowie Einkäufer und Category Manager nutzen die Dienste von ACNielsen.

Zum Produkt- und Service-Angebot von ACNielsen Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main zählen das scanningbasierte Handelspanel MarketTrack, das Haushaltspanel Homescan, Analytic Consulting Services, Decision Support Services und Management Informations-systeme, Merchandising Services sowie Beratung in Category Management Prozessen. Mehr zu ACNielsen finden Sie im Internet unter: www.acnielsen.de

Über The Nielsen Company
The Nielsen Company ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen und anerkannten Marken in den Bereichen Marketing Information (ACNielsen), Media Information (Nielsen Media Research), Online Forschung (NetRatings und BuzzMetrics), Mobile Measurement, Fachmessen und Business Publications (Billboard, The Hollywood Reporter, Adweek). Das in Privatbesitz befindliche Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern aktiv mit Zentralen in Haarlem (Niederlande) und New York (USA). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com.

Medienkontakt A.C. Nielsen GmbH:
Marie-Luise Sebralla
Manager Client Communications

A. C. Nielsen GmbH
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Tel.: +49 (0) 69 / 7938-630
E-Mail: marie-luise.sebralla@nielsen.com


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+49 (0) 69 7938 630



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